Stellungnahme zu Einzelhandelskonzept abgegeben

Veröffentlicht am 11.10.2016 in Gemeinderat

Fraktionsvorsitzender Alexander Burkhardt hat heute die Stellungnahme zum Schmöllner Einzelhandels- und Zentrenkonzept abgegeben. Die Stadtratsfraktion bekennt sich klar zu diesem erstellten Konzept und seinen Inhalten.

Natürlich möchten wir Ihnen den Inhalt der Stellungnahme nicht vorenthalten.

Stellungnahme zum Einzelhandel- und Zentrenkonzept der Stadt Schmölln

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Schrade,

die SPD Fraktion kann die Einzelhandels- und Zentrenkonzeption, die durch den Stadtrat in Auftrag gegeben worden ist, in seiner Methodik und den daraus abgeleiteten Erkenntnissen schlüssig nachvollziehen.

Insbesondere den unter Punkt 9.5. genannten Grundsätzen zur räumlichen Entwicklung und Steuerung des Einzelhandels in Schmölln kann entsprochen werden. Wir sind demnach der Auffassung, dass Einzelhandelsbetriebe mit zentrenrelevanten Kernsortimenten im zentralen Versorgungsbereich der Altstadt anzusiedeln sind.

Wir sprechen uns aber auch dafür aus, wie in der Konzeption beschrieben, außerhalb des zentralen Versorgungsbereiches Altstadt ausnahmsweise Betriebe mit nahversorgungsrelevanten Kernsortimenten anzusiedeln, wenn für diese Anbieter nachweislich in jenem Versorgungsbereich keine Flächenkapazitäten bestehen.

Die Fraktion spricht sich für die Errichtung eines sogenannten Sondergebietes aus (Kemnitzgrund gegenüber Tankstelle), wenn folgende Bedingungen eingehalten werden:

 

  • nachweislich innerhalb der Stadt keine Flächen für die Ansiedlung eines Drogeriemarktes zur Verfügung stehen,
  • der Discounter Aldi seinen Standort lediglich an oben genanntes Sondergebiet verlagert,
  • in diesem Sondergebiet sich maximal 3 Handelseinrichtungen ansiedeln (beispielsweise: Firma Wolf mit Werksverkauf, Drogeriemarkt, Aldi).

Dem unter anderem im Kapitel 9.3.3. beschriebenen Auftrag der Grund- und Nahversorgung in Verbindung mit Kapitel 8.3.3. (Entwicklungspotentiale für den Schmöllner Einzelhandel) entsprechen wir ausdrücklich und sehen in einem möglichen Nahversorgungsstandort am Kemnitzgrund eine verbrauchernahe Versorgung des Wohngebietes „Heimstätte“ als gegeben an. Darüber hinaus ist die Frage nach der grundsätzlichen und zukünftigen Attraktivität des Wohnstandortes „Heimstätte“ zu stellen.

Beide Wohnungsunternehmen, die Wohnungsverwaltung Schmölln GmbH sowie die Schmöllner Wohnungsgenossenschaft e.G. investieren seit vielen Jahren in die Modernisierung des Wohnungsbestandes und werden dies auch künftig tun. Nur durch die qualitative Steigerung einer möglichen Nahversorgung, insbesondere mit Lebensmitteln, sind auch künftig Investitionen im Rahmen der Wohnumfeldverbesserung „Heimstätte“ zu rechtfertigen.

Letzteres haben sich die politisch Verantwortlichen im Stadtrat auch und insbesondere zur letzten Kommunalwahl auf ihre politische Agenda gesetzt.

Unter den in der Konzeption erläuterten Ausführungen und unseren oben genannten Bedingungen können wir eine Gefahr eines Kaufkraftabzuges aus der Innenstadt nicht erkennen. Vielmehr kann durch die Ausweisung des Sondergebietes und der Errichtung oben beschriebener Einrichtung verlorengegangene Kaufkraft (nach Meerane, Gera, etc.) zurückgewonnen werden.

Aufgabe der auf dem Markt ansässigen Gewerbetreibenden und der Stadtverwaltung Schmölln muss es sein, empfohlene Strategien und Hinweise (gewonnen durch Bürgerbefragungen) konsequent und zeitnah umzusetzen. Dies gewährleistet für den Standort Markt aus unserer Sicht zukünftig und langfristig eine hohe Attraktivität bezogen auf innerstädtisches Kaufverhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Burkhardt

Vorsitzender
SPD-Fraktion im Schmöllner Stadtrat

 

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